Meine Osterferien

 

Meine Ferien waren zwar ab und an auch mal ein bisschen langweilig, aber trotzdem sehr schön! Mein Vater hatte in unserer letzten Ferienwoche Urlaub, ansonsten musste er leider von zu Hause aus ziemlich viel arbeiten. Mama geht morgens immer mit unserem „Hofhund“ Hazel (genannt Hasi). Hazel hat übrigens ziemliche Angst vor anderen Tieren. Sie ist sogar in Dänemark schon einmal vor einer Katze weggelaufen, die noch nicht mal gefaucht hat. Wir wohnen alle auf einem Hof – meine Tante, ihr Mann und meine dreijährige Cousine wohnen im Haus hinter uns. Meine Oma und mein Opa wohnen neben uns.

Bei uns ist immer etwas los. Mit meinen Eltern bin ich spazieren gegangen. Mein Bruder (Simon 14 Jahre) und ich haben oft Badminton im Garten gespielt, leider habe ich meistens daneben geschlagen. Freunde habe ich nicht getroffen, weil ich hoffe, dass es wenigstens ein bisschen hilft, das Virus schneller in den Griff zu bekommen, je weniger man sich jetzt untereinander trifft. Ich habe aber oft und sehr lange mit ihnen allen telefoniert. Das hat prima geklappt. Am meisten vermisse ich die Normalität, dass ich wieder Freunde treffen und alle aus meiner Großfamilie – wie sonst – auch mal knuddeln und umarmen kann. Mir macht Sorgen, dass einige Menschen es vielleicht ausnutzen könnten und zu leichtsinnig werden, seitdem die Einschränkungen etwas gelockert wurden.

Wenn ich doch einmal schlechte Laune bekomme oder traurig bin, höre ich mir einfach meine Lieblingsmusik an oder male etwas. Ich habe sehr viele kreative Dinge gemacht, z. B. habe ich traditionelle, schwedische Osterhexen gebastelt, die meine Mutter schon mindestens fünf Jahre im Schrank liegen hatte, aber nie dazu gekommen ist, sie fertig zu machen. Ich habe auch oft gemalt, meistens mit Acrylfarbe. Schutzmasken habe ich auch versucht zu nähen, das hat aber leider überhaupt nicht geklappt. Wahrscheinlich auch, weil ich kein Gummiband hatte – das ist bei uns in Reinfeld nämlich überall ausverkauft. Für die Konzentration war es leider gar nicht förderlich, dass mein Bruder Simon, dem die ganze Zeit langweilig war, Chinesisch gelernt hat… Das hört sich sehr komisch an. Jetzt lernt er parallel auch noch Italienisch. :/ Kuchen gebacken habe ich auch viel öfter als sonst, meistens mit meiner Mama, aber auch mal allein. Mit meinem Papa und meinem Bruder haben wir sogar verschiedene Nudelsorten mit unserer Pastamaschine gemacht. Die waren wirklich lecker! Allerdings fanden wir alle die einfachen Tagliatelle viel besser als die ziemlich aufwendigen, gefüllten Ravioli.

Mein schönstes Erlebnis war auf jeden Fall Ostern. Da ist dann die ganze Familie plus Hund zum Ostereiersuchen in unserem Garten zusammen gekommen, natürlich mit Abstand. Wir feiern sogar einen Tag länger Ostern, weil in Schweden (mein Vater kommt dort her) Ostern schon am Samstag beginnt. Samstags bekommen wir nur Naschsachen und am Sonntag dann auch ein paar kleine Geschenke. Für die nächste Zeit wünsche ich mir, dass wirklich alle Menschen noch mehr Rücksicht aufeinander nehmen, besonders auf diejenigen, die ein höheres Risiko haben, dass Corona bei ihnen schlimmer verlaufen könnte. Natürlich wünsche ich mir ganz doll, dass meine Familie und ich, aber natürlich auch alle, die ich kenne, gesund bleiben. Außerdem hoffe ich sehr, dass es den Forschern so schnell wie möglich gelingt, einen Impfstoff und Medikamente zu entwickeln, damit wir alle wieder einigermaßen normal leben können.

Bleibt schön gesund!

Eure Elin

Elin (5. Jahrgang)

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